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Behindertensport
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Hallo und willkommen auf diesen speziellen Seiten für Sportschützen mit körperlichen Einschränkungen oder Behinderungen. Sicherlich wird sich mancher Besucher nun fragen: „Was hat der "Behindertensport" denn hier auf der Website zu suchen?“ Viele Personen verbinden dieses Thema nur mit Menschen im Rollstuhl oder den Paralympics. Das ist sicherlich auch richtig. Aber eben nur teilweise. Es gibt leider viel mehr Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen, als man glaubt. Nun aber keine Angst. Auch wenn diese Seiten aus eigener Betroffenheit entstanden sind, es geht hier nicht um einzelne Krankengeschichten. Diese Seiten sollen hauptsächlich von den Möglichkeiten und Aktivitäten von Sportschützen mit körperlichen Einschränkungen geprägt sein. Es sollen hier nicht nur Möglichkeiten aufgezeigt und verglichen werden. Ich möchte auch Denkanstöße geben.
Ich wende mich hier nicht nur an die Rollstuhlfahrer. Jeder, ab einer Erwerbsminderung von 20%, kann von den schießsportlichen Möglichkeiten im Deutschen Behindertensportverband profitieren.
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So hat die Sportschützenabteilung des Post SV Buxtehude, durch ihre zusätzliche Mitgliedschaft im Deutschen Behindertensportverband, ein erheblich erweitertes Sport-Angebot. Wer jetzt glücklicherweise nicht persönlich betroffen ist, sollte dennoch auf diesen Seiten ein wenig durchblättern. Mehr hier auf den einzelnen Unterseiten.
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Behindertensport
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Ich habe bisher für diese Seiten noch kein besseres Schlagwort gefunden. Der Behindertensport ist bei den Sportschützen ein besonders vernachlässigter Bereich. Meist wird er so behandelt, als ob es ihn überhaupt nicht gäbe. Fehlende Informationen sind hier oft die Ursache. Eine Behinderung liegt aber nicht erst vor, wenn sie wie bei einem Rollstuhlfahrer sichtbar ist. Viele Beeinträchtigungen sind nicht offensichtlich, zählen aber zu den Behinderungen. Liegt eine relevante Einschränkung vor, entscheidet das zuständige Versorgungsamt dies z. B. mit einer 70, 50, oder einer 20%igen Bestätigung der bestehenden Erwerbsminderung.
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Leider gibt es beim Deutschen Schützenbund hier nur ein „Angebot“ für die drei Gewehrdisziplinen Luftgewehr, Zimmerstutzen und KK 100 Meter. Das aber auch erst ab einer Erwerbsminderung von 50%. Vergleichbare Möglichkeiten für die Pistolendisziplinen sucht man beim Deutschen Schützenbund leider vergebens. Im Gegenteil. Durch Regeln der Sportordnung werden hier Ausgrenzungen vorgenommen. Nach der Regel 0.2.8 hat der Schütze seine Waffe mit beiden Händen selbst zu laden. Betroffene Schützen fallen hier schon mal raus. Ladehilfen werden hier nicht gestattet. Der Rollstuhlfahrer scheitert bei den Pistolenregeln unter Punkt 2.0.1.1 an der Formulierung „Stehend freihändig“ bei der zugelassenen Anschlagsart. Das war es dann für den „Rolli“ im Deutschen Schützenbund. Die Tür ist zu und er steht draußen.
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Dieser "Siegerschuh" passt auch nicht in das Regelwerk des Schützenbundes
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Hier bietet der Deutsche Behindertensportverband eindeutig viel mehr an Möglichkeiten. Neben vier Gewehrdisziplinen sind mit der Luftpistole, der Sportpistole, der Freien Pistole und der Mehrschüssigen Luftpistole ebenfalls vier Pistolendisziplinen im Programm. Geschossen und gewertet wird im Behindertensportverband in zwei Kategorien. Es gibt da die Unterscheidung in den Klassen der Allgemeinbehinderten und der Schützen in den Klassifizierungsklassen. In der zweiten Klasse sind die Schützen, die von einer Klassifizierungskommission nach internationalen Regeln eingestuft wurden. Klassifizierte Schützen können ihren Weg bis zu den Paralympischen Spielen „gehen“. In beiden Wettkampfklassen sind im Behindertensportverband Hilfestellungen, wie z. B. ein Hocker oder eine Ladehilfe gestattet. Wie schon erwähnt. Der Deutsche Schützenbund bietet für den Gewehrschützen viel weniger und die Pistolenschützen grenzt er ganz aus. Besonders interessant. Eine Teilnahme an den Wettkämpfen des Deutschen Behindertensportverbandes ist schon ab einer 20%igen Erwerbsminderung möglich. Jung und Alt, Frauen und Männer starten im DBS meist gemeinsam.
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Für diese betroffenen Sportkameraden bietet der Post SV Buxtehude e. V. mit seiner Schießsportabteilung fast einzigartige Möglichkeiten in der Region. Die Abteilung ist nicht nur Mitglied im Deutschen Schützenbund, sie ist auch mit den entsprechenden Schützen Mitglied im Deutschen Behindertensportverband. Beide Angebote können in dieser Abteilung genutzt werden. Als Schießsport treibende Abteilung in einem Sportverein liegen die Schwerpunkte unserer Angebote natürlich im sportlichen Bereich. Vortreffliche Erfolge und vielfältige Erfahrungen haben uns seit über zwei Jahrzehnten zu einer der dominierten Schießsportabteilungen in den Pistolendisziplinen im Kreis Stade und in der Nordheide werden lassen. Uniformen und ein Schützenfest gibt es bei uns jedoch nicht.
Dennoch, auch wir haben eine Tradition. Bei uns im Post SV Buxtehude steht der Sportler im Vordergrund. In der Gruppe der Schützen mit einem Handicap bieten wir den Betroffenen die Möglichkeit zu einer sportlichen Betätigung, besonders im Bereich des Pistolenschießens im Deutschen Behindertensportverband. Die Mitglieder können sich aber auch nach ihren Möglichkeiten z. B. in der Organisation einbringen. Die Türen stehen hier in viele Richtungen offen. Uns geht es darum Menschen für eine schießsportliche Tätigkeit im Deutschen Behindertensportverband zu begeistern und für die Teilnahme an den Wettkämpfen zu gewinnen. Der Schwerpunkt liegt da bei uns in den Pistolendisziplinen.
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Also interessierte Sportschützen, lasst euch nicht von den eingeschränkten Möglichkeiten im Deutschen Schützenbund abschrecken. Hier bei uns im Post SV Buxtehude könnt ihr ein Stück Lebensqualität und Selbstvertrauen im Bereich eurer Einschränkungen finden. Auch wenn es manchmal schwer fällt, findet hier eine positive Einstellung zu euren Möglichkeiten. Fühlt euch über eure individuellen Leistungen zufriedener und gesünder.
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Da wir Sportschützen des Post SV Buxtehude nicht isoliert auf einer einsamen Insel leben, wissen wir, dass Sportschützen einigen Vorurteilen ausgesetzt sind. Dies wird sich sicherlich gegenüber einer Gruppe von Sportschützen mit körperlichen Einschränkungen noch verstärken. Oft sind es lediglich übernommene Vorurteile, die uns entgegengebracht werden. Viele Kritiker kennen leider nichts von dem, worüber sie ihr Vorurteil abgeben. Wir laden hiermit alle Kritiker und Schießsport-Skeptiker zu einer persönlichen Meinungsbildung bei uns ein.
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Ich will mich hier zweier uns betreffenden Fragen stellen. Warum Sportschießen? Warum Waffen in den Händen von Behinderten?
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Natürlich wird es hier und da in der Öffentlichkeit kritische Stimmen geben. Behinderte und Waffen, was soll das? Das dürfte doch gar nicht sein? Sicherlich berechtigte Fragen. Bei uns gibt es aber klare Regeln und Grenzen, die eingehalten werden müssen. Speziell die Waffengesetzgebung und die internen Regelungen im Behindertensportverband stecken die Rahmenbedingungen ab. Über Sachkundelehrgänge mit abschleißenden Prüfungen muss jeder Sportschütze und so auch der mit körperlichen Einschränkungen seine ganz persönliche Eignung für einen möglichen Waffenbesitz nachweisen. Für uns sind es aber nun keine Waffen im Sinne der Verteidigung oder des Angriffes oder der Jagd. Für uns sind es Sportgeräte einer olympischen Sportart. Für viele Betroffene ist es sehr wichtig, dass es sich hier um eine relativ bewegungsarme Sportart handelt, die trotz vielfältiger Einschränkungen noch ausgeübt werden kann. Wie schon erwähnt, selbstverständlich gibt es Grenzen, die auch wir nicht überschreiten dürfen. Die Bewegungsarmut ist aber nur ein zweifelhafter Vorteil, der sich aus einer Einschränkung ergibt. Sportschießen ist viel mehr. Es ist eine Schulung der Feinmotorik und des Positiven Denkens. Es ist der Wille Herr über Körper und Geist zu sein. Über die Vorzüge des Sportschießens gibt es auf dieser Website beim Pistolenschießen mehr zu lesen. Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist die Schulung der Willensstärke ein wichtiges Argument. Dieses gelingt aber nur mit der Erarbeitung positiver Gedanken. Hier kann der Schütze an kleinen Dingen erfahren, wie er mit den richtigen Gedanken lenken kann. Die Gedanken sind der Anfang von Taten. Wenn er einmal erlebt hat, wie sich der Gedanke „Jetzt nur keinen ins Weiße schießen“ doch in die Tat umsetzt und wenn er durch das Training erfahren hat, dass der zielgerichtete Gedanke „Jetzt treffe ich ins Schwarze“ viel treffsicherer ist, wird er einsichtiger.
Hat der Schütze an diesen Beispielen einmal die Möglichkeiten der Gedankensteuerung erlebt, so hat er eine Hilfestellung für sein persönliches Leben. Die Schulung der Koordination und der Entspannung hilft ebenfalls in allen Lebensbereichen.
Ich hoffe, dass ich möglichen Kritikern hier ein paar Denkanstöße geben konnte.
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Vielfältige Möglichkeiten bietet der Deutsche Behindertensportverband . Hier Bilder von den Deutschen Meisterschaften 2008
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Deutsche Meisterschaften 2008 im Sportschießen
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Hier bei den DBS-Sportschützen gibt es mehr Informationen und Bilder.
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