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Meine Sicht dazu |
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durch die Brille getrübt?
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Liebe Sporkameraden,
hier meine ganz persönliche Ansicht durch MEINE Schützenbrille.
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Sicherlich, auch mein Blick ist getrübt. Geht es bei mir doch um den Schützen. Meist um den ehrlichen und ambitionierten Sportkameraden. Naturgemäß kann auch ich es da nicht immer allen Parteien Recht machen. Auf der einen Seite bin ich als Vereinssportleiter auch für die Sicherheit meiner Schützen verantwortlich, auf der anderen Seite, warum darf ich u. U. mein funktionierendes Sportgerät plötzlich nicht mehr verwenden? Wenn es dann sein muss, muss auch ich nach den bekannten Regeln entscheiden. Da sind zuerst die Inhalte der Sportordnung. Da sind aber auch noch die jeweiligen Ausschreibungen. Ergänzende und weiterführende Regelungen stehen dort drin. Wenn dann alles nichts hilft, kommt der Klassiker zum Einsatz: Den Anweisungen der Aufsicht ist Folge zu leisten.
Und da liegt eben manchmal ein Problem. Bin ich meistens um regelgerechten Umgang bemüht, hab ich doch schon mehrfach Aufsichten und Schießleiter gegen mich gehabt, die weder bemüht noch fachkundig waren. Da hab ich in der Vergangenheit nicht nur unter Unwissenheit, leider auch schon mal unter Willkür leiden müssen.
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Und plötzlich seh ich ihn wieder im Geiste vor mir. Diesen funkelnden Blick, dieser besondere, spezielle Blick gewisser Aufsichten und Schießleiter. Aus meiner Vergangenheit kenne ich ihn nur zu gut. Ein Blick, als ginge er in ein weites, unerforschtes Land mit einer uneingeschränkten persönlichen Daseinsberechtigung. Klar, rein und treffsicher, nicht vom Fachwissen getrübt und gepaart mit dem Ausdruck von wilder, kraft Amtes gegebener Entschlossenheit. Sie sind ja auch fit, diese Funktionsträger. Ständiges Scharren schärft nicht nur die Hufe. Auch wissend, dass Hintergrundscheiben bei mechanischen Anlagen nicht vorgesehen sind, sind sie einfach beweglicher.
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Wie zwanghaft und schneller als der Rest der Welt springen diese wilden Cowboys auf ihre Pferde der Rasse „Vorauseilender Gehorsam“. In den Satteltaschen viele unentdeckte Ideen, mit denen man so manche Veranstaltung noch beleben könnte. Die eine Hand fest am Zügel der Schieß- und Sportordnung, mit der Ausschreibung als oft bedingungslose Macht und überhebliche Sicherheit gebende Rückendeckung. Mit der anderen Hand, in der Hosentasche die Gelben -, Grünen – und Roten Karten freihändig mischend, um sie anschließend für einen verblüffenden Kartentrick aus dem Hut zu zaubern.
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Um Missverständnisse zu vermeiden. Ich meine hier nicht die Funktionäre, die in einer Gradwanderung versuchen Gesetze und Vorschriften praktikabel zu verarbeiten.
Ich meine die wilden Cowboys unter den Funktionsträgern, die da "was" gehört haben und gleich abgehen, wie so ein geöltes Zäpfchen.
Es bleibt zu hoffen, dass schnellstens Besonnenheit einkehrt und dass es hier und da ein wenig Hirn herunterregnet, damit es zu Lösungen kommt, die auf der einen Seite der Sicherheit gerecht wird, auf der anderen Seite aber auch die wirtschaftlichen Interessen der Sportschützen und der Vereine vertreten. Hier sollten aber auch die Hersteller in der Pflicht genommen werden und für Nachbesserungen sorgen.
Es bleibt bis dahin dabei: 1. Ich habe weiterhin ein ungutes Gefühl. 2. Den Anweisungen der Aufsicht ist Folge zu leisten!
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